Willi Stein, Mitglied des Kreisvorstandes der DUW 2009, veröffentlichte einen Leserbrief zum geplanten Containerterminal.
Zum Artikel: CDU:Huckarde wird nicht zu stark belastet und Artikel der Grünen : für Huckarde verkehrspolitisch eine Katastrophe:
Eine Erweiterung des Containerterminals ist nach Aussage der Fachleute unumgänglich, weil die Kapazität der Anlage an der Kanalstraße bereits überschritten ist.
Die zu erwartenden Belastungen für die Huckarder Bürger sind in verkehrstechnischer Sicht verniedlicht oder überhaupt nicht angesprochen worden. War bisher eine zusätzliche Lkw-Belastung der z.T. überlangen Lkw von 100 000 Fahrzeugen pro Jahr genannt worden, ist nun in eine zusätzliches Lkw- Aufkommen von 510 Fahrten pro Tag einschließlich der Leerfahrten errechnet worden. Diese Zahlen stammen aus einer aktuellen Drucksache der Stadt Dortmund, die zwar der Öffentlichkeit zugänglich ist, aber wohlweislich in keinem Infostand zu finden sind. Die Stellungnahme der Grünen entspricht den Tatsachen, die der CDU-Ratsfraktion zeigt wieder, dass hier wirtschaftliche Interessen offensichtlich vorrangig sind ,die Belastungen der Bürger keine Beachtung finden.
Seit Jahren jammern die Verantwortlichen, dass der Knotenpunkt Hülshof/Emscherallee - Parsevalstr./Lindberghstr. überlastet sei. Durch den Bau des Lidl hat sich die Situation noch verschärft.
Nun soll dieser Knotenpunkt zusätzlich 75 % von den 510 Lkw-Fahrten verkraften. Der Rest würde dann aus Richtung Deusen den neuen Terminal erreichen.
Die zusätzliche Belastung der Parsevalstr. bezüglich des Verkehrs aus Richtung Kirchlinde ist wohlweislich überhaupt nicht angesprochen worden, ist die Parsevalstr. durch die Lkw und Müllfahrzeuge , die zum Recyclinghof fahren, jetzt schon überlastet.
Dazu kann nicht außer Acht gelassen werden, dass 2013 die Anbindung der NS9 in Dorstfeld fertiggestellt sein wird. Dann spätestens dürfte das Verkehrschaos am Knotenpunkt Emscherallee / Lindberghstr. perfekt sein.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass man erklärt, die zusätzliche Belastung führte nur zu geringen Verkehrszuwächsen und sei durch die Änderung der Signalphasen in den Griff zu bekommen.
Ist der Ausbau der vorhandenen Anlage aus wirtschaftlichen Gründen ohne Weiteres erforderlich, so ist die Planung ohne ein schlüssiges Verkehrskonzept zur Zeit abzulehnen.
Leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass die Bedenken , Proteste und Einwände der Bürger – siehe Zerschlagung des Huckarder und Evinger Stadtbezirks , die Errichtung der Voltaikanlage im Naherholungsgebiet Deusenberg usw. - wenig Eindruck auf die Verantwortlichen machen.
Bleibt abzuwarten , inwieweit die Einschnitte in die Lebensqualität der Huckarder Bürger in der Planung berücksichtigt werden.
Willi Stein